Verlegeanleitung Klebekork

Achtung

Bei größeren Temperatur – Luftfeuchtigkeitsschwankungen z.B. Sonneneinstrahlung oder Fußbodenheizung, kann es am Korkparkett zu Fugenbildung kommen. Leichte Farb- und Strukturunterschiede sind Bestandteile eines Naturproduktes wie Kork. Beschwerden in dieser Hinsicht können nur vorgenommen werden, wenn die Fliesen noch nicht verklebt bzw. geschnitten sind. Durchbluten des Korkbodens (leichte bräunliche Fleckenbildung) nach dem lackieren sind ebenfalls Bestandteil eines Naturprodukts und kein Reklamationsgrund. Geringe Maßdifferenzen sind unvermeidbar. Gegebenfalls müssen einzelne Platten vor dem Verlegen nachgeschnitten werden bzw. auf jeden Fall in der Breite vorsortiert werden.

Untergründe

Der Untergrund und die raumklimatischen Bedingungen müssen den Anforderungen der DIN 18365 entsprechen. Korkparkett kann auf allen sauberen, glatten, fettfreien, staubfreien und dauertrockenen Untergründen verlegt werden. Ein Ausgleich mit Spachtelmasse, Spannplatte, Hartfaserplatte oder Verlegeplatte muss in jedem Fall durchgeführt werden bei:

  1. Gefugten Fliesen
  2. Holzdielen
  3. Guss- oder Teerasphalt
  4. mit Kleberesten bedeckten Böden
  5. allen sonstigen unebenen Untergründen

Grundsätzlich muss vor einer Spachtelung oder Direktverlegung auf den Untergrund grundiert werden.

Verklebung und Korkkleber

Verklebung nur mit einem latexhaltigen, lösungsmittelfreien Kontaktkleber (z.B. D310). Der Kontaktkleber ist eine milchige Masse. Er wird mit einer Malerwalze komplett auf die gesamte Bodenfläche sowie auf die Rückseite der Korkplatten aufgetragen. Der Kleber kann dünn aufgetragen werden: wichtig ist, dass keine Stelle vergessen wird. Kleber, der durch das Aufrollen eventuell an den Seitenrand der Platten gelangt, muss sofort entfernt werden. Jede einzelne aufgeklebte Platte wird mit der Klebeseite nach oben im Raum verteilt ausgelegt. Der Kleber auf den Platten benötigt, abhängig von der Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur ca. 15-30 Minuten bis er trocken ist. Er ist dann völlig transparent und man kann die eingeklebten, trockenen Platten einsammeln und wieder übereinander stapeln. Die Trockenzeit des Klebers auf dem Boden beträgt 1-2 Stunden (Ideal ist aber, für eine leichtere Verlegung, eine Trockenzeit von 10 – 12 Stunden). Zum Verlegen kann der eingeklebte Boden, wenn er transparent geworden ist, vorsichtig mit Strümpfen ohne Schuhwerk begangen werden. Da der Kleber eine offene Zeit von bis zu einem Tag hat, kann man ihn auch schon am Abend vorher auf Boden und Platten auftragen; über Nacht sollte man die eingeklebten Platten wieder in den Karton legen. Mit der Verlegung der Korkplatten kann man an einer geraden Wand oder in der Mitte es Raumes beginnen. Wichtig ist, dass die erste Platte im richtigen Winkel liegt. Die Platten werden auf Stoß im Halbsteinverband (halbversetzt) direkt aneinander gelegt, angedrückt und mit einem Gummihammer (bei eingefärbten Platten muss darauf geachtet werden, dass das Gummi nicht abfärbt; ansonsten einfach mit einem Klebeband abkleben) oder einem Brett und einem normalen Hammer, möglichst vollflächig festgeklopft. Der Randzuschnitt wird mit einem Teppichmesser und einer Anlegeschiene durchgeführt.

Hinweis: Der Kleber hat eine offene Zeit von 24 Stunden am Boden und auf den Platten bei staubfreier Lagerung im Karton bis zu 12 Wochen.

Lackversiegelung und Korklack

Ist der Korkboden komplett verlegt, empfiehlt es sich, die eben verlegte Fläche mit einem Staubsauger zu reinigen und sofort zu lackieren. Der Lack muss vor dem Auftragen einmal gut aufgeschüttelt werden. Anschließend wird er mindestens 4 Mal aufgetragen (zuerst W 50 Grundlack = grüne Kappe 3 Mal: dann als letzte Schicht W 60 Endlack = blaue Kappe: 1- 2 Mal). Im Gegensatz zum Kleber sollte man mit dem Lack nicht sparsam umgehen, da dieser den Korkboden schützen soll. Hier sollte die komplette Menge, die ausgerechnet wurde, verwendet werden. Lediglich in der 1. Schicht bei eingefärbter Ware nicht übermäßig stark auftragen da sonst der Kork umso stärker durchblutet. Jede Lackschicht muss erst getrocknet sein, bevor eine neue aufgetragen werden kann. Dies dauert je nach Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur ca. 2 Stunden. Zwischen den einzelnen Lackschichten dürfen allerdings nicht mehr als 24 Stunden liegen. Nach der letzten Lackschicht sollte der Boden einen Tag nicht begangen werden, damit der Lack richtig aushärten kann.

Bevor man die Möbel einräumt, sollte man mindestens 3-5 Tage warten.

Vorsicht!

Bitte keine Gegenstände aus Gummi auf das Korkparkett legen, da Diese in der Regel sehr starke Weichmacher enthalten können (z.B. Fußabstreifer, Rutschunterlagen für Läufer etc.). Diese können zu starken Verfärbungen des Korkbelags, bis hin zu Zerstörung des Lackes führen. Pakete mit eingeleimter Ware nicht übereinander stapeln!!!! evtl. hochkant stellen.

Lack- und Klebewalzen

Lack- und Klebewalzen sollten, damit sie nicht hart werden, zwischen den Wartezeiten getrennt in eine Plastiktüte eingewickelt werden. Nicht auswaschen.

Nach der letzten Versiegelung kann dann die Lackwalze mit lauwarmem Wasser ausgewaschen und weiterverwendet werden.

Pflege

Der Korkboden ist normal sauber zu halten, durch feuchtes Wischen oder Staubsaugen. Bei intensivem Begehen können Sie ab und zu das Polish Pflegemittel auftragen.

Beachten Sie bei Neulackierung, dass der Boden gründlich entfettet wird, z.B. mit Strip (Bodenreiniger/Entfetter) und danach wieder gründlich mit klarem lauwarmen Wasser mehrmals aufgenommen wird.